Wasserfördersystem

Die Feuerwehr Bremen stand Mitte der neunziger Jahre vor einem Problem der Löschwasserversorgung in den alten Handelshäfen. Ein Becken im Überseehafen wurde stillgelegt und gefüllt. Als Ersatz für die Hafenhochdruckleitung, die eine Löschwasserversorgung sicherstellte, beschaffte man ein HFS Löschsystem für das gesamte Stadtgebiet ( Holland Fire System, Kuiken Hytrans NL ).

Dieses Einsatzmittel wird im Rendevouzsystem zur Einsatzstelle gebracht. Das bedeutet, ein Trägerfahrzeug mit dem Fördersystem kommt mit zwei Beamten der Berufsfeuerwehr von der Feuerwache 2 zur Löschwasserentnahmestelle, während eine Gruppe mit einem Löschgruppenfahrzeug die FF- Neustadt oder die FF- Schönebeck stellt. Die FF- Neustadt soll hierbei für das Stadtgebiet bis zum Fluss Lesum zuständig sein, während die FF- Schönebeck den Bremer Norden ab der Lesum abdeckt.

Auf einem dreiachsigem Wechselladerträgersystem ist ein Duocontainersystem verlastet. Der eine Behälter beinhaltet die Pumpe, während in dem anderen die notwendigen Gerätschaften und Schläuche zur Wasserförderung gelagert sind.

An der Einsatzstelle angekommen wird der Abrollbehälter abgesetzt, die notwendigen Gerätschaften entnommen, der Pumpenbehälter gelöst und anschließend der Gerätebehälter wieder aufgesattelt. Der Pumpenbehälter rutscht herab und verbleibt an dieser Stelle. Die hydraulische Tauchpumpe mit Schwimmkörper wird zu Wasser gelassen ( bis max. 60 Meter vom Aufbau ).

Währenddessen fährt das WLF mit dem Gerätekoffer zur Brandstelle und verlegt bis zu 2000 Meter F - Druckschläuche. Vor Ort an der Übergabestation werden dann Absperrschieber und Verteiler zur Weiterleitung des Löschwassers installiert.

Die verlegten F - Druckschläuche können nach Einsatzende über eine automatische Aufnahmevorrichtung wieder im Schlauchbehälter verstaut werden. Die Host Recover Unit ( HRU ) wird innerhalb von 10 Minuten in Betrieb genommen. Die Tauchpumpe kann über eine Seilwinde mit Fernbedienung zurückgenommen werden.

 

Das System kann in zwei Arbeitsbereichen eingesetzt werden:

1. mit dem Drucksatz 5000 Liter / Minute bei 4,5 bar;
2. mit dem Lenzsatz 8000 Liter / Minute bei 2,0 bar;
    (high flow kit )

Die Umrüstzeit von Druck- auf Lenzsatz beträgt ca. 15 Minuten.

Ein großer Vorteil ist, dass das Wasser bis zu einer Höhe von 50 Metern gedrückt werden kann, während bei üblichen Feuerlöschkreiselpumpen eine Saughöhe von ca. 7,5 Meter besteht. Weiter werden nur 8 Einsatzkräfte für eine Wasserförderung von maximal 2000 Metern ohne eine Verstärkerpumpe benötigt.

  



Technische Daten:

  • Motor:  Volvo Turbodiesel – 6 Zylinder – 145kW – 197 PS;
  • Arbeitsbereich Öldruck:  270 -320 bar;
  • Kraftstofftank: 125 Liter – 4 Stunden;
  • F-Schläuche: 40 Stück a´ 50 Meter;
  • Förderhöhe: 50 Meter;
  • Förderdistanz zum Wasser:  60 Meter;
  • Förderdistanz zur Einsatzst.: 2000 Meter;
  • Personalbedarf:  8 Einsatzkräfte;

 

 

 Ausrüstung:

  • - Tauchpumpe mit Schwimmkörper;
  • - Absperrschieber 2F;
  • - Kreuzverteiler 4F;
  • - Y - Verteiler 3F;
  • - Verteiler F- 5B;
  • - Schlauchbrücken F;
  • - F Druckschläuche, 5, 10, 50;
  • - 40 F – Druckschläuche a 50 Meter;
  • - Kantenschutz;
  • - Kupplungsschlüssel F;
  • - Arbeits- und Sicherheitsleinen;
  • - Manometer;
  • - Schwimmkragen;